Spendenaufruf der Seemannsmission


Die Seemannsmission ist eine Einrichtung der evangelischen Kirche und bekommt ca 35 % ihres Haushaltes aus Kirchensteuermitteln. Der große Rest wird entweder selbst in den Stationen erwirtschaftet oder aber durch Spenden zusammengetragen. Heute veröffentliche ich den aktuellen Spendenbrief, den einige von euch die nächsten Tage erhalten werden.

Darunter steht auch die Kontonummer und der Link auf das Direktspenden auf der Webseite der Seemannsmission. Probiert es doch einfach mal aus!

 

Leben und arbeiten auf Hoher See – allein und fern der Heimat

Lieber Leser,

Weihnachten steht kurz vor der Tür. Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Deswegen möchten wir Sie auf eine Reise einladen, wenn auch nur in Gedanken.

Zum Beispiel die Reise der Tasse, die vielleicht gerade auf Ihrem Tisch steht, die Reise der Lebensmittel oder vieler anderer Dinge in Ihrem Haushalt.
Alltagsgegenstände wie diese wurden transportiert durch Seeleute, die wir als Deutsche Seemannsmission betreuen. Menschen, wie John Timbang, der fern der Heimat nun schon seit mehr als 7 Monaten ununterbrochen an Bord eines Containerschiffes arbeitet. John ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im November vergangenen Jahres ist er von seiner Heimatstadt auf den Philippinen an Bord gegangen. Er musste seine Frau, seine Kinder verlassen, um für sie zu sorgen!

Weihnachten an Bord war für ihn sehr schwierig. Allein mit 19 anderen Männern und das noch im kalten Europa. Meeresabschnitte, wo die Winterstürme die Schiffe besonders bedrohen. Das kleine Gehalt, das John jeden Monat bekommt, überweist er nahezu komplett an seine Familie. Er möchte, dass seine Kinder ausreichend zu essen haben und in die Schule gehen können. Sie sollen es später einmal besser haben. Dafür lebt er an unterhalb der Armutsgrenze. Das wenige verbelibende Geld braucht er für Telefonkarten. Einmal wieder zu Hause anzurufen, die Stimmen seiner Liebsten zu hören – das ist ihm wichtig! …und um ein paar kleine Geschenke für die Kinder zu kaufen, wenn er wieder heimkommt.
An Bord bekommt er Essen und Trinken, aber für alles andere, selbst für das nötigste, reicht das Geld nicht.

Wenn die Deutsche Seemannsmission an Bord kommt, ist es ein bisschen wie Sonntag für John. Der Bord-Besucher hat meist neben freundlichen Worten auch ein paar Kleinigkeiten dabei. Gerade beim letzten Besuch bekam er eine neue Zahnbürste. Er konnte endlich seine alte ausgefranste wegwerfen. Auch konnte er dem Besucher ein bisschen von seiner Heimat erzählen, …und von seinem Heimweh, …und den Sorgen, die er sich um die Familie macht. Seine älteste Tochter ist, wie er erzählt, leider schlecht in der Schule. Seine Frau muss auch arbeiten gehen und hat nur wenig Zeit, um mit ihr zu lernen.
Aber als der Mitarbeiter der Seemannsmission geht, ist es ihm viel wärmer ums Herz. Er fühlt sich wieder als Mensch und nicht nur als Zahnrad im großen Getriebe „Schiff“.

Die Seemannsmission als Einrichtung der Evangelischen Kirche Deutschlands hat mit starken Mittelkürzungen zu kämpfen. Da schon seit Jahren gespart wird, kann inzwischen nicht mehr weiter gekürzt werden. Jetzt drohen Schließungen von Stationen, falls nicht genügend Finanzmittel anderweitig gefunden werden. Das bedeutet auch für John einen großen Verlust. Niemand, der ihn sich als Mensch fühlen lässt, niemand, der sich um ihn kümmert.

Sie können mit Ihrer Spende dazu beitragen, dass Seeleute wie John sich auch zukünftig als Mensch fühlen können. Am besten gleich regelmäßig pro Monat!

Dafür vielen Dank und Gottes Segen!

Ihre Heike Proske (Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission)

P.S. John hat vor einigen Tagen unserem DSM-Mitarbeitenden geschrieben, dass seine Tochter mit viel Anstrengungen doch das Schuljahr geschafft hat.

Spendenkonto: Evangelische Bank eG, Kiel (EB Kiel)
IBAN: DE70 5206 0410 0006 4058 86
BIC: GENODEF1EK1

Direktlink zum Spenden via der DSM Webseite