Kamerun –  6 –  Kribi



Kamerun heisst nicht umsonst –  Afrique en miniature- Afrika im Kleinen.  Hier gibt es Alles,  was man in Afrika finden kann.  Den schwarzen Sandstrand hatten wir ja schon in Limbe.  Kribi liegt östlich von Douala und hat einen traumhaften weißen Sandstrand.  Früher haben wir hier viele Wochenenden und Urlaube verbracht –  es war damals das wahre Paradies.


Heute erstreckt sich Kribi über 20 Kilometer lang am Atlantik.  Viele Hotels sind gebaut worden und ungefähr 28 Kilometer südlich von Kribi wurde in den letzten Jahren von den Chinesen ein Tiefwasserhafen errichtet.  Dieser soll auf Dauer den Hafen in Douala ersetzen,  zumal hier in Kribi auch große Containerschiffe entladen werden können.

Kribi wurde von den Deutschen gegründet.  Es gibt noch aus der deutschen Kolonialzeit verschiedene Handelshaus und auch eine Kirche.  Früher war Kribi der wichtigste Ausführbaren für Elfenbein,  Kautschuk und später auch für Menschen.  Bezahlt wurde mit Branntwein,  Waffen und Pulver.  Es gab einen regelmäßigen Schiffsverkehr nach Deutschland.

Heute ist der neue Hafen zwar fertig,  aber durch interne Streitereien hat eine Inbetriebnahme noch nicht geklappt.  Im Hafen Gelände wohnen immer noch die Chinesen,  die ihn errichtet haben.  Selbst eigene Äcker für Reis und Gemüse haben die Chinesen dort errichtet.  Die Seemannsmission überlegt,  ob sie da auch im Bereich des neuen Hafens eine Dependance der Station Douala einrichtet.


Ansonsten bleibt Kribi aber auch weiterhin das verschlafene Fischerdorf.  Mitten in der Stadt sind direkt am Meer verschiedene kleine Restaurants,  die frischen Fisch verkaufen und ansonsten Herbst hier eher entspannter Leben.  In den Augen der restlichen Kameruner sind die Kribi aber die Fäusten im Lande,  aber vielleicht liegt das einfach auch an der schönen Kulisse und dem fehlenden Menschenrechte.

Unsere Traumplätze von früher gibt es leider nicht mehr.  Da wo wir ein kleines Häuschen hatten,  steht nun ein großer Hotelkomplex und auch alle anderen Plätze müssten Hotel Anlagen weichen.  Wir fragen uns ja nur,  ob diese jemals wirklich ausgebucht sind.