Ein Schiffsbesuch anderer Art


P1010543 (Medium)Vor ein paar Tagen waren wir zu einem besonderen Schiffsbesuch eingeladen.

Manchmal kommen in den Hafen von Alexandria auch Armeeschiffe, die gerade entweder den Suez Kanal durchquerten oder sonstige Aufgaben wahrnahmen. Letzte Woche war es eine kanadische Fregatte, die gerade von einer Übung im Schwarzen Meer kam und nun sich auf neue Aufgaben im Mittelmeer vorbereitete.

Oft wird dann im Rahmen solcher Anläufe eingeladen einen Bordbesuch zu machen und natürlich auch an einem kleinen Empfang teilzunehmen.

Diesmal wurden wir vom deutschen Militärattaché der Botschaft mitgenommen und es war die erste Gelegenheit für Karin überhaupt in den Hafen zu kommen.

Die Fregatte Charlottetown stand am Pier für Kreuzfahrtschiffe, deswegen war der Zugang für die Eingeladenen relativ einfach. Hier führt ein eigener Zugang vom Hafentor aus direkt dorthin.

Wir fuhren mit dem Botschaftsauto vor. Bereits mehrere warteten auf dem Platz vor dem Schiff und beim Betreten des Schiffes wurden wir vom Kapitän, dem kanadischen Militärattaché und noch weiteren Menschen begrüßt. Alle Eingeladenen vom Militär kamen natürlich in Uniform und gaben als Erstes ihre Hüte ab. Anschließend wurde man sofort mit den nötigen Getränken versorgt und übte sich im internationalen Austausch.

Plötzlich ein Pfeiffton – alles erstarrte, also musste ein wichtiger Mensch das Schiff betreten. So war es auch, der ranghöchste Mariner von Ägypten kam mit allen militärischen Ehren und Grüßen an Bord.

Kurz drauf gab es Ansprachen und dann einen guten Stehimbiss. Neben vielen Gesprächen mit Menschen, die an Bord arbeiten, gab es auch gute Unterhaltungen und Begegnungen mit anderen Gästen. Das Netzwerk hat sich wieder einmal wesentlich vergrößert.

Ein echtes Highlight war aber dann die Führung durch das Schiff. Neben dem zusammengefalteten Hubschrauber war die Brücke sehr beeindruckend. Da sieht man dann doch die großen Unterschiede zur Handelsmarine.

Am Ende fuhren wir dann wieder mit der Delegation der Bundeswehr zurück ins Seemannsheim und mussten die 3 Männer auch dort noch weiter „betreuen“.