Reise in die Vergangenheit


Wir fahren nach Kamerun! Das letzte Mal war ich 1999 hier.  Für die Unwissenden –  wir lebten von 1995 bis 1998 mit den Kindern zusammen dort.  

Nun haben Karin und ich uns entschlossen unsere Kollegen im Seemannsheim in Douala zu besuchen und ein paar Tage mit Ihnen zu verbringen,  natürlich auch,  um festzustellen,  wie sich das Land verändert hat.  

Anreise: In Alexandria hatten wir die letzten Tage viel Regen und es war ziemlich kalt.  Sowohl draußen (10 Grad)  wie im Haus (12 Grand).  Da war die Reise nach dem Weihnachtsfest ein echter Herzerwärmer! Leider sind Flüge nach Kamerun immer mit einem Nachtflug verbunden.  Wir haben Ethiopian Airlines gewählt,  also ging es zuerst um 2 in der früh nach Addis Abeba.  Dort angekommen erwartete uns ein sehr lebhafter Flughafen mit etwas morbide Charme.  Viele Menschen aus der ganzen Welt warteten auf Anschluss Flüge hauptsächlich nach afrikanischen Ländern.  Entsprechend war auch die unterschiedliche Kleidung und das Aussehen der Menschen,  die die Wartezeit auf den Anschlussmöglichkeiten sehr verkürzten. 
Am Gate angekommen ging es im 10 Minuten Takt für Flüge irgendwohin.  Unser Flug verschwand plötzlich komplett von der Anzeigetafel.  Ich bin dann mal zu dem vorgesehen Schalter gegangen,  der vorher drauf stand und die warteten schon auf uns  –  man geht davon aus,  dass es irgendwie klappt.  

Beide Flieger waren sehr leer,  so dass wir jeder eine Dreierreihe für sich hatte,  was dann dem Schlaf gut nachkommen. 

Eine Zwischenlandung in Malabo (eine Insel vor Kamerun) ließ eine Menge Chinesen aus- und einsteigen,  die hier in der Ölindustrie arbeiten.  Die letzte Etappe dauerte dann 20 Minuten über das Meer und der Flughafen in Douala wartete schon auf uns…