Ostern im Griechisch-Orthodoxen Patriarchat von Alexandria und ganz Afrika


036-KoptOstern (Medium)Der Evangelist Markus gilt den Gläubigen als Gründer des Patriarchats und daher als erster Patriarch. Bis zum Konzil von Chalkedon 451 nach Christus, gab es ein allgemein anerkanntes Patriachat Alexandrien. Es folgte in der Bedeutung dem Patriarchat von Rom und von Konstantinopel an dritter Stelle. Anschließend entstanden die getrennten Kirchen des heutigen griechisch-orthodoxen Patriarchats und des alexandrinischen Patriarchats der koptischen Kirche in Ägypten. Alle Versuche die Trennung zu überwinden, scheiterten.
Ab dem 7. Jahrhundert erschwerte sich die Lage des Patriarchats zunehmend. Seine wenigen Gemeinden mussten sich gleich den viel zahlreicheren Kopten, mit den neuen islamischen Herrschern arrangieren.
Von 1874 bis 1899 stieg die Zahl der Griechisch-Orthodoxen in Ägypten durch Einwanderer von den griechischen Inseln und dem Festland von 8 000 auf fast 40 000. Infolgedessen bildete die griechisch-orthodoxe Kirche in Ägypten gleich doppelt, religiös wie ethnisch, eine Minorität. Nach dem großen Griechenexodus der letzten Jahrzehnte verblieben von zuvor etwa 250 000 Hellenen weniger als 5 000 im Lande.
Die Ostkirchen zu denen auch die griechisch-orthodoxe Kirche gehört, nahmen den Gregorianischen Kalender zur Berechnung der beweglichen Feste nicht an, so dass der Ostertermin der westlichen Christenheit von dem der orthodoxen und altorientalischen Kirchen um bis zu fünf Wochen voneinander abweichen kann. Dieses Jahr 2016, viel Ostersonntag auf den 1. Mai.