Willkommen bei Karin Streicher und Markus Schildhauer in Alexandria

Ein großer Abschied

Die Seemannsmission hat Stationen in Deutschland und im Ausland. 2014, als wir anfingen wurden in der Weltkonferenz Partnerstationen ausgelost. Wir hatten das große Losglück und bekamen Rostock als Partnerstation. Eigentlich schon witzig – als die Mauer damals gefallen war, sollte die evangelische Kirchengemeinde in Fürstenfeldbruck auch eine Partnerschaft mit Rostock beginnen.

Diese Partnerschaft war und ist füruns eine sehr positive Partnerschaft. Sie hat sich über die Jahre ausgesprochen positiv entwickelt. Folkert Jansen, der Leiter von Rostock kam zu unserem Jubiläum und hatte damals die Aktion „Trinken für den Süden“  ins Leben gerufen und 1 Jahr später bei der Hanse Sail in Rostock konnte ich über 1.000 Euro für unsere Arbeit in Alexandria in Empfang nehmen.

Die Hanse Sail 2018 war ein ganz besonderes Event. Die Fotoausstellung „Faces of Alexandria“, die wir zum Jubiläum und später auch auf dem Kirchentag hatten, war dort ja die zentrale Ausstellung im Rathaus. Die Eröffnung der Ausstellung fand mit vielen wichtigen Menschen statt, selbst die Präsidentin der Seemannsmission Dr. Clara Schlaich und der Bürgermeister waren anwesend. Anschließend trug ich dann noch die Station Alexandria in das goldene Buch der Stadt ein.

Nun – 2020 beginnt ein neues Kapitel der Kooperation. Folkert Jansen ist in den Ruhestand gegangen und das muss natürlich ausreichend gefeiert werden. Als Partnerstation war es für mich sehr wichtig, an dieser Verabschiedung in Rostock teilzunehmen und deswegen nahm ich auch den kalten Januar in Norddeutschland in Kauf.

Die Verabschiedung war dann in einem sehr würdigen Rahmen. Ein Gottesdienst mit anschließendem Empfang in der Petrikirche brachte neben vielen Kolleginnen und Kollegen, vor Allem aus dem Inland auch wichtige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Behörden. Arno Pöker, der Vorsitzende der DSM Rostock führte durch den Abend und neben dem Landesbischof, dem Bürgermeister, durfte auch ich ein Grußwort sprechen, in dem ich Folkert Jansen eine Ikone aus Alexandria mit dem Evangelisten Markus, dem Leuchtturm und einem Löwen überreichen konnte.

Folkert wies in seiner Rede noch einmal darauf hin, dass er keine Geschenke haben wollte, sondern anstatt der Geschenke eine Spende für die Arbeit der Station Alexandria gegeben werden sollte. Arno Pöker kündigte am Ende des Gottesdienstes noch an, dass er persönlich den Klingelbeutel rumreichen würde, was dann dazu führte, dass allein da drin über 1.000 Euro lagen. Er erzählte, dass er von Menschen angesprochen wurde: „Sie waren doch schon hier“ – Seine Antwort: „Das hindert ja nicht am nochmaligen Geben!“.

Insgesamt konnten am Ende des Abends von Folkert Jansen und seiner Nachfolgerin Steffanie Zernikow über 3.000 Euro für die Arbeit der Station Alexandria übergeben werden. Dies freut uns besonders, denn dieses Jahr stehen einige Ersatzanschaffungen und garantiert wieder einige Renovierungsmaßnahmen an.

Weiter geht die Partnerschaft neben den bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun mit Stefanie Zernikow. Sie kenne ich schon lange aus der DSM Arbeit – sie leitete vorher die Station in Kiel. Aber mit dem Wechsel nach Rostock hat sie sich wesentlich verbessert – auch wenn sie sich erst einmal in Rostock zurechtfinden muss. Sie wird es bald feststellen…

PS. Natürlich ist so ein Abschied auch eine gute Gelegenheit alte Bekannte und Freunde zu treffen! Nach dem offiziellen Teil ging es noch zu einigen Kaltgetränken und zu vielen Gesprächen in den Ratskeller…